Produktionswirtschaft 2000

Perspektiven für die Fabrik der Zukunft

Einführung in Teil E: 
FALLSTUDIEN: DIE ZUKUNFT DER PRODUKTION – HEUTE
In den vorangegangenen Kapiteln wurden die Auswirkungen des Einsatzes moderner IuK-Technologien auf die Wertschöpfungskette von Unternehmen schwerpunktmäßig aus wissenschaftlich-theoretischer Sicht dargestellt. Wie diese Möglichkeiten schon heute in der betrieblichen Praxis genutzt werden und welche Vorteile sich daraus ergeben, soll im letzten Teil des Buches anhand einiger Fallstudien demonstriert werden.

Schäfer zeigt zu Beginn (Kapitel 23) die Potentiale auf, die der Einsatz eines integrierten Standardssoftwarepakets in einem mittelständischen Unternehmen der Bauindustrie mit diversifiziertem Leistungsprogramm besitzt. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen hierbei sowohl die vielfältigen Rationalisierungspotentiale einer solchen Lösung als auch die Anforderungen bei der Implementierung.

Der Beitrag von Meder (Kapitel 24) demonstriert, daß sich heute in Industriebetrieben schon Planungsmethoden im praktischen Einsatz bewähren, die erst seit kurzer Zeit dem Forschungsstadium entwachsen sind. Er zeigt für die Produktionsplanung und -steuerung, wie die „klassischen„ Aufgaben der PPS durch neue Entwicklungen im Bereich der „Computational Intelligence„ besser bewältigt werden können.

Der reibungslose Informationsfluß zwischen unterschiedlichen Akteuren auf den einzelnen Wertschöpfungsstufen wurden in den vorangehenden Teilen des Buches immer wieder als zentrale Herausforderung identifiziert. Wie das Ziel der internen Kommunikation und Koordination erreicht werden kann, zeigt Däfler in Kapitel 25 am Beispiel einer Intranet-Anwendung, die zur Unterstützung des Qualitätsmanagement-Systems eines mittelständischen Maschinenbauers konzipiert wurde.
Demgegenüber thematisieren Wandersleb und Hörold (Kapitel 26) das Problem einer interorganisationalen Koordination über weite räumliche Distanzen und zeigen die Potentiale innovativer Telematik-Lösungen am Beispiel des Tele-Service auf. Hier ermöglichen moderne IuK-Technologien völlig neue Wertschöpfungsprozesse, die am Beispiel eines Herstellers von Walzwerken demonstiert werden. 

Abschließend stellt Landmann (Kapitel 27) anhand einer Fallstudie aus dem Absatzbereich die effiziente Integration der Handelspartner eines großen Investitionsgüterherstellers mit Hilfe einer Internetanwendung dar. Das Unternehmen hat über eine direkte Anbindung ihrer SAP R/3-Systeme an das Internet Bestellprozesse radikal verkürzt und den Servicegrad des Unternehmens erheblich steigern können.

 
Die Beiträge dieses Kapitels
 
23 Fertigungs- und vertriebsorientierte Potentiale einer integrierten Standardsoftware – Einsatzmöglichkeiten für ein mittelständisches Unternehmen mit diversifiziertem Leistungsprogramm
Frank Schäfer
[Abstract / Autorenportrait]

24 Ein Erfahrungsbericht zum Einsatz von Computational Intelligence in der PPS-Feinsteuerung – Umsetzung bei der Mannesmann Sachs AG 
Hans Meder
[Abstract / Autorenportrait]

25 IT-unterstütztes Qualitätsmanagement – Eine Fallstudie aus der Maschinenbauindustrie
Martin-Niels Däfler
[Abstract / Autorenportrait]

26 Industrielle Telematiklösungen am Beispiel TeleService für Walzwerke 
Michael Wandersleb und Helmut Hörold
[Abstract / Autorenportrait]

27 Das Extranet der FAG Kugelfischer – Effiziente Händlerintegration durch den Einsatz von Internet-Technologie
Nils Landmann
[Abstract / Autorenportrait]

 
 
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