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Perspektiven für die Fabrik der Zukunft |
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Just-in-Time- Kooperationen |
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| Im letzten Jahrzehnt
ist eine Vielzahl von Just-in-Time-Partnerschaften entstanden, die über
die klassische Lieferanten-Produzenten-Beziehung weit hinausgehen. Daß
diese Kooperationen nicht immer erfolgreich verliefen, lag auch daran,
daß die Vertragspartner noch zu sehr dem klassischen Vertragsrecht
sowie ihren eigenen (Produktions-)Kostenvorteilen verhaftet waren. Der
vorliegende Beitrag stellt den Versuch dar, sich von den engen Vertrags-
und Kostenbegriffen zu lösen und zu prüfen, wie Just-in-Time-Kooperationen
dennoch vertraglich abgesichert werden können.
Es wird gezeigt, daß die Beachtung der entstehenden Transaktionskosten zu einer erheblichen Differenzierung der Vertragsgestaltung führt, je nachdem wie eng eine Kooperation sein soll. Grundsätzlich bilden Logistikkooperationen die loseste Form der Zusammenarbeit, bei denen die Transaktionskosten mehrheitlich in enger Verbindung mit den expliziten Regeln des Vertragswerks stehen. Entwicklungskooperationen, bei denen der
Lieferant häufig zum gleichberechtigten Partner des Abnehmers heranwächst,
erfordern hingegen größere Vertragslücken, die dann wieder
Transaktionskosten verursachen. Letzten Endes lassen sich mit Hilfe des
gewählten Ansatzes Kriterien dafür entwickeln, welche Aspekte
in einem Kooperationsvertrag geregelt werden sollen. Jedoch bleibt die
endgültige Aufnahme einer Regel in den Vertrag häufig eine Ermessensentscheidung
der Partner, die auf gegenseitigem Vertrauen und der Reputation der anderen
Partei gegründet ist.
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