| Unter den veränderten Wettbewerbsbedingungen
sind klassische Organisations- und Steuerungskonzepte nicht mehr ohne weiteres
anwendbar. Virtuelle Unternehmen weisen eine Reihe von spezifischen Charakteristika
auf, die neue Herausforderungen an die unternehmerische Führung stellen.
So stellt z.B. die adäquate und problemorientierte Konfiguration von
Modulen und Akteuren entlang der Wertschöpfungskette eine wichtige
Managementaufgabe dar. Da die praktische Umsetzung des oftmals geforderten
„Management by Objectives“ hierbei nicht immer leichtfällt, ist ein
geeigneter Mittelweg zwischen zentraler und dezentraler Koordination zu
finden.
Unabdingbare Voraussetzung zur Bewältigung
dieser Problembereiche ist ein ausgeprägtes gegenseitiges Vertrauensverhältnis
der kooperierenden Netzwerkpartner. Aufgrund der Tatsache, daß die
zentralen Erfolgsfaktoren und Besonderheiten virtueller Unternehmen mit
klassischen Controllingmethoden nur unzureichend erfaßt werden können,
müssen zur effizienten Koordination und Organisation der verschiedenen
Module und Akteure effiziente Werkzeuge entwickelt werden, wobei insbesondere
der geeigneten Gestaltung von Anreizsystemen große Bedeutung zukommt.
Wichtig erscheinen hierbei insbesondere Instrumente, die eine dezentrale
Steuerung i.S. eines weitgehenden „Selbst-Controlling“ der einzelnen Mitarbeiter
erlauben. Die o.g. Herausforderungen können dabei nur durch einen
effektiven und effizienten Einsatz unterschiedlicher Medien bewältigt
werden, die sich sowohl zur Koordination von Aufgaben eignen als auch soziale
Beziehungen berücksichtigen.
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