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Perspektiven für die Fabrik der Zukunft |
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Der Beitrag untersucht die Potentiale, die eine Nutzung elektronischer Märkte für die betriebliche Beschaffung bietet. Elektronische Märkte zeichnen sich dadurch aus, daß sie sowohl eine Reduzierung der Transaktionskosten als auch eine Steigerung des Transaktionsnutzens bewirken können. Dadurch ergeben sich eine Vielzahl von Veränderungen für die Beziehungen zwischen Lieferanten und ihren industriellen Abnehmern. Klassische Zulieferstrukturen wurden und werden zunehmend durch sogenannte Zulieferpyramiden ersetzt, die insbesondere durch intensive Austauschbeziehungen zwischen Endabnehmer und Lieferant der ersten Ebene gekennzeichnet sind. Diese enge Verbindung führt zu elektronischen Hybridformen zwischen Markt und Hierarchie, die durch zunehmend elektronische Marktverbindungen mit den anderen Zulieferebenen ergänzt werden. Durch die zunehmende Mediatisierung verschwimmen
die Grenzen einzelner Unternehmen innerhalb der Supply Chain. An die Stelle
eines Wettbewerbs zwischen Hierarchien tritt ein Wettbewerb zwischen Netzwerken.
Elektronische Märkte existieren sowohl innerhalb als auch außerhalb
dieser Netzwerke. Damit ergibt sich tendenziell eine Annäherung an
das wettbewerbstheoretische Idealmodell in Form vollkommener Märkte.
Zunehmende Markttransparenz eröffnet dem Einkäufer neue und größere
Handlungsspielräume für die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen
in der Versorgungskette. Elektronische Märkte stellen damit eine wichtige
infrastrukturelle Voraussetzung für eine „elektronische Revolution“
in der Beschaffung dar.
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